Andreas Hempel

Andreas bestand schon als Vierjähriger darauf, Geige zu spielen. Einige Zeit später, nach drei Jahren Mitgliedschaft im Bundesjugendorchester, war für ihn die Orchesterlaufbahn eine Selbstverständlichkeit. Als er aber im Laufe seines Studiums eine Geige mit Darmsaiten in die Finger bekam, war er vom Klang sofort fasziniert und wusste: das war sein Weg! Auf dem gab es so viel zu entdecken! Oboe – und Viola d’amore, Oboe da caccia, Chittarone, das Cembalo (dessen Klang er als Kind immer mit einem Nagelbrett assoziierte), historische Stimmungen und vieles mehr. Mittlerweile ist es die moderne Geige, die für ihn ‚anders‘ klingt und sich anders anfühlt. Dass ihn das Schicksal über die Stationen München, Los Angeles, Braunschweig, Wien, Wuppertal und London nach Köln geführt hat, ist glückliche Fügung. Andreas gewinnt beim Kochen (schon in der dritten Generation streng nach Bocuse) Anreize zum Musizieren. Beim Lesen sind Rushdie, Murakami, Dostojewskij, Gernhardt, Voltaire, Swift und Sterne in eklektischer Weise konstante Inspirationsquelle.